Trüffel-Pasta

Trüffel-Pasta ist das Gericht, das am wenigsten schiefgeht und am deutlichsten zeigt, wofür man bei einem frischen schwarzen Trüffel zahlt. Sie braucht vier Zutaten und knapp fünfzehn Minuten.

Das Rezept unten ist für vier Personen und 30 Gramm Trüffel gerechnet: Tagliatelle, Butter, Parmesan und der Trüffel, der erst dazukommt, wenn der Herd schon aus ist.

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Trüffel-Pasta: Tagliatelle mit Butter und frisch geriebenem schwarzem Trüffel

Zutaten für 4 Personen

Wiegen Sie den Trüffel ab, bevor Sie anfangen. Er ist die einzige Zutat, die sich nicht nach Gefühl korrigieren lässt.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Die 4 Liter Wasser mit dem groben Salz aufsetzen. Währenddessen den Trüffel trocken abbürsten, hartnäckige Erdreste kurz unter kaltes Wasser halten und sofort mit Küchenpapier trocken tupfen.
  2. 20 g Trüffel in eine kalte Schüssel reiben und abgedeckt beiseitestellen. Die restlichen 10 g bleiben ganz — sie werden am Tisch über die Teller gehobelt.
  3. Die Butter in einer weiten Pfanne bei sehr milder Hitze schmelzen. Sie darf nicht schäumen und keine Farbe annehmen: sobald sie flüssig ist, die Pfanne vom Herd ziehen.
  4. Die Tagliatelle eine Minute kürzer kochen als auf der Packung angegeben. Frische Tagliatelle brauchen 2 bis 3 Minuten, getrocknete 6 bis 7.
  5. Die Pasta mit der Zange direkt in die Pfanne heben, ohne sie ganz abtropfen zu lassen, und eine Kelle Kochwasser dazugeben. Bei kleinster Hitze 40 Sekunden schwenken, bis Butter und Stärke zu einer glänzenden Sauce binden.
  6. Den Herd ausschalten. Den Parmesan einstreuen und 20 Sekunden weiterschwenken, bis er in der Restwärme schmilzt.
  7. Die Pfanne von der Platte nehmen und die 20 g geriebenen Trüffel unterheben. Zehn Sekunden mischen, nur so lange, bis sie verteilt sind.
  8. Sofort auf vorgewärmten Tellern anrichten und die letzten 10 g darüber hobeln. Zwischen Pfanne und Tisch sollten keine dreißig Sekunden liegen.

Warum der Trüffel erst nach dem Herd dazukommt

Was Sie an einem schwarzen Trüffel bezahlen, sind flüchtige Aromastoffe. Flüchtig heißt genau das: oberhalb von etwa 60 °C gehen sie in die Küchenluft statt auf den Teller.

Deshalb kommt der Trüffel immer zum Schluss und außerhalb der Hitze dazu, auf eine warme, fetthaltige Grundlage, die ihn hält. Geschmolzene Butter und die Stärke aus dem Kochwasser machen das besser als alles andere.

Die einzige sinnvolle Ausnahme ist der lange kalte Auszug — Eier in der Schale, Sahne im Kühlschrank —, bei dem gar keine Hitze im Spiel ist.

Wie viel Trüffel auf einen Teller gehört

Für ein Hauptgericht rechnen wir mit 7 bis 8 Gramm pro Person. Unter 5 Gramm riecht der erste Bissen nach Trüffel und der dritte nach nichts mehr.

Welche Pasta funktioniert und welche nicht

Der Trüffel braucht eine Oberfläche, die Fett hält, und einen Grundgeschmack, der ihm nicht ins Gehege kommt. Damit fallen die meisten Saucen weg.

Butter oder Öl

Butter emulgiert mit dem Kochwasser und bildet die Sauce, die das Aroma trägt. Sie ist die Voreinstellung dieses Rezepts.

Mildes natives Olivenöl geht auch, wenn Sie auf Butter verzichten möchten. Es bindet schlechter, deshalb nehmen Sie davon nur 60 ml und ein Löffelchen Kochwasser mehr.

Trüffelöl ist kein Ersatz für dieses Rezept

Trüffelöl hat eine eigene Aufgabe: ein Gericht außerhalb der Saison abrunden. Sein Aroma ist zugesetzt, sehr viel lauter und in eine einzige Richtung gebaut.

Über frische Tagliatelle gegeben, überdeckt es genau das, was der frische Trüffel beitragen soll. Wenn beides auf dem Tisch steht, nehmen Sie eines von beiden.

Fehler, die den Teller ruinieren

Welcher Trüffel für dieses Rezept

Zum Reiben über Pasta braucht es kein ganzes Stück der Qualität Extra. Erste Wahl und Bruchstücke haben dasselbe Aroma und kosten weniger; die Form zählt erst, wenn der Trüffel sichtbar über den Teller gehobelt wird.

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